Squantiniformes

Squantiniformes

Diese Ordnung umfasst nur eine einzige Familie, die Squantinidae. Uneinigkeit besteht in der Anzahl der angehörigen Arten. Je nach Experte werden den Squantinidae 11, 13 oder 15 Arten zugeordnet.

Der Körper dieser Haie ist rochenartig abgeflacht. Sie haben zwei Rückenflossen, eine Afterflosse fehlt. Ihren Namen, Engelhaie, verdanken sie ihren großen Brustflossen, die sich nach vorn bis oberhalb der Kiemen erstrecken.

Das große, endständige Maul wird von Barteln unterschiedlicher Größe flankiert. Im Maul sitzen zahlreiche kleine, gleichmäßige Zähne mit breiter Basis und einer dreieckigen Spitze. Ein großer Unterschied zu den meisten anderen Haiarten besteht darin, dass der untere Schwanzlappen größer ist als der obere. Haie der Familie Squantinidae können bis zu 2,40 Meter lang werden. Im Schnitt überschreiten sie jedoch selten eine Länge von 1,50 Metern.

Squantiniformes Schaubild

Der Körper der Squantiniformes ist denen der Rochen (Batoidea) sehr ähnlich. Sie haben zwei Rückenflossen und keine Afterflosse. Am Maul tragen sie unterschiedlich lange Barteln. Ihre Kiemen liegen ventral (bauchwärts) und nicht lateral (seitlich) wie bei anderen Haien. Ihren Namen verdanken sie ihren großen Brustflossen.
© by Angelo Mojetta

Die Jagdtechnik dieser Haie beruht auf ihrer Fähigkeit, sich aufgrund ihrer Farbe und ihres flachen Körpers nahezu perfekt im Sand verstecken zu können. So graben sie sich besonders tagsüber ein und lauern stundenlang bis ein potentielles Beutetier nahe genug herankommt. Dann schnellen sie aus dem Sand hervor und saugen das Opfer (Krustentiere, Fische und Kopffüßer) in ihr weit geöffnetes Maul ein.

Engelhai

Man erkennt deutlich die Barteln des Australischen Engelhais (Squatina australis), der sich zur Tarnung im Sand vergraben hat.
© by Angelo Mojetta