Squaliformes

Squaliformes

Diese Ordnung der Haie umfasst drei Familien und über 90 Arten.

Normalerweise besitzen diese Haie zwei Rückenflossen, denen ein Stachel voransteht, sowie fünf Kiemenspalten. Eine Afterflosse fehlt. Sie tragen ein vergleichsweise kurzes Maul unter einer langen Schnauze. Vorzugsweise leben sie in tiefen Wasserschichten zwischen 300 und 700 Metern. Einige Arten sind bestens ausgestattet für das Leben in großer Tiefe. Die Gattung der Etmopterus besitzt so zum Beispiel vergleichsweise große Augen und sogenannte Leuchtorgane.

Squaliformes Schaubild

Haie der Ordnung Squaliformes haben charakteristischerweise fünf Kiemenschlitze und zwei Rückenflossen, denen normalerweise ein Stachel voransteht. Eine Afterflosse fehlt.
© by Angelo Mojetta

Die Squalidae sind die sogenannten Stachelhaie. Unter ihnen gibt es einige gigantische Arten wie den Grönlandhai (Somniosus microcephalus), der stolze sechs bis sieben Meter lang werden kann.

Die aber wohl bekannteste Art ist der Dornhai (Squalus acanthias) mit seinem spitz zulaufenden Körper, seiner spitzen Schnauze und dem breiten Maul. Seinen Namen verdankt dieser Hai den Stacheln an seinen Rückenflossen, die mit Giftdrüsen verbunden sind. Wird der Dornhai angegriffen, richtet er seine Verteidigungswaffen durch bestimmte Körperbewegungen auf den Angreifer aus. Der Bauch des Dornhais ist im Vergleich zum grauen restlichen Körper heller und im Rückenbereich befinden sich in unregelmäßigen Abständen helle Flecke.

Im Bezug auf die Wassertemperatur sind die Dornhaie sehr wählerisch. Sie meiden Wasser das kälter als 7°C und wärmer als 15°C ist. Dadurch kommt es gelegentlich zu weiten Wanderungen. Ein Exemplar, welches vor der amerikanischen Pazifikküste markiert wurde, wurde acht Jahre später in Japan gefangen. Es handelt sich also um ganz erhebliche Strecken, die von Dornhaien zurückgelegt werden.
Und nebenbei: Wer schon einmal Schillerlocken gegessen hat, hat Dornhai verspeist.

Eine weitere Familie der Squaliformes stellt die der Oxynotidae (Meersau-Haie) dar. Dabei handelt es sich um kleine Haie, die ein sehr merkwürdiges Äußeres besitzen. In der Familie der Oxynotidae gibt es fünf Arten, die allesamt einen untersetzten Körper haben, dem die hohe Rückenflosse einen beinahe dreieckigen Querschnitt verleiht. Die Rückenflosse umgibt auch den nach vorne gerichteten Stachel beinahe vollkommen. Bei der zweiten Rückenflosse zeigt der Stachel gewöhnlich nach hinten. Das Maul verfügt über schwammähnliche, sogenannte Labialpapillen, die vermutlich den Fang benthischer (d.h. bodenlebender) wirbelloser Tiere und kleiner Fische erleichtern, bevor diese von den dreieckigen Zähnen zermalmt werden. Der Körper der Oxynotidae ist von außergwöhnlich rauhen Placoidschuppen bedeckt, was dem Hai im Englischen den Namen Roughshark (wörtlich: Rauhai) einbrachte.