Haie

Willkommen in der Welt der Haie!

Der Hai steht für einen Mythos. Alleine das Wort ruft bei den meisten Menschen große Ängste hervor. Seit Anbeginn der Menschheit gibt es Haiangriffe. Aber warum ist das so? Haie fressen kein Menschenfleisch, warum greifen sie ihn dann an? Da die Unterwasserwelt der Haie für den Menschen lange Zeit völlig fremd war und es auch heute größtenteils noch ist, gibt es sehr wenig Möglichkeiten, den Hai und sein Verhalten näher zu erforschen.

Die logische Folge: Es wurden und werden immer neue Gruselgeschichten erzählt und Haie damit in ein immer schlechteres Licht gerückt. Heute ist es schwer, die Menschen davon zu überzeugen, dass Haie wunderbare und einzigartige Lebewesen sind, die es zu schützen gilt. Zu schützen vor der Menschheit.

Haie auf der Roten Liste

Zahllose der fast 500 bekannten Haiarten werden inzwischen bereits auf der Roten Liste geführt (siehe auch Hai-Stiftung: Bedrohte Arten, vgl. "Aktueller Hai-Schutz"). Allerdings sind nicht alle Haiarten erfasst, was wohl größtenteils an der unzureichenden Erforschung liegt (hierzu mehr unter "Probleme beim Hai-Schutz").

Unter www.sharkinfo.ch/SI4_00d/liste.html heißt es zu diesem Thema:
Doch was ist mit den anderen 400 Haiarten? Sind davon etwa keine in Gefahr? Doch, denn diese Arten sind entweder so selten, dass man sie nahezu nie zu Gesicht bekommt, oder sie können aus finanziellen Gründen nicht erforscht werden. Was natürlich die Frage aufwirft, was eine Liste gefährdeter Arten nützt, wenn nicht einmal bekannt ist, welche Arten zusätzlich noch gefährdet sind und wie die aufgelisteten Arten im Verhältnis zu den noch nicht untersuchten stehen.

Einer der letzten Weißen Haie

Majestätischer Weißer Hai (Carcharodon carcharias). Heutzutage ein selten gewordener Anblick. Die Rote Liste hat den Weißen Hai längst erfasst. Wird er bald ganz von der Bildfläche verschwunden sein?
© by Jeremy Stafford-Deitsch/SharkTrust

In der heutigen Zeit wäre es durchaus angebracht, vorsorglich alle Haiarten unter einen gewissen Schutz zu stellen. Nach entsprechenden Untersuchungen könnten dann nicht gefährdete Arten wieder für den Fang freigegeben werden.

Ist die Dichte einer Population so gering, dass keine Partner zur Paarung mehr gefunden werden können, wird eine Haiart als biologisch ausgestorben bezeichnet. Wenn ein solcher Zustand einmal eingetreten ist, nützt keine Schutzmaßnahme mehr, um die betroffene Art noch retten zu können.

Wie man sieht, wird es dringend Zeit, etwas für die Haie zu tun. Ob Korallen oder Maulwürfe, viele gefährdete Lebewesen wurden und werden geschützt. Nicht so der Hai.

Um Haie etwas besser verstehen zu können, möchte 'Haiwelt.de' den Lesern diese Tiere etwas näher bringen. Denn fest steht: Haie sind nicht so bösartig, wie sie oft dargestellt werden.